Filme werden nicht nur durch andere Texte kommentiert. Sie kommentieren auch selbst und kommentieren dabei auch das Kino selbst. Die dreiteilige Vortragsreihe präsentiert und analysiert Filme, die durch ihre Töne und Bilder zu sich selbst, zu anderen Filmen, zu typischen Praktiken des Kinos und zum kinematographischen Dispositiv als solchem Stellung beziehen. In ihnen erlangt der Kommentar Autonomie, weil er sich auf Absentes bezieht; oder aber die Inklusion des sonst Ausgeschlossenen kommentiert dessen strukturelle Abwesenheit. Die Kreation von Neuem fungiert hier ebenso als Kommentar wie die Kompilation und Konfrontation von Altem. Und schließlich besteht Grund zu der Hoffnung, dass die Kommentare, welche die ausgewählten Filme darstellen, weitere Kommentare provozieren.


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Veranstaltungsprogramm

Mittwoch 22.4. 19 Uhr

Teil 1: Hollis Frampton: Bild/Material

Heterodyne (1967, 8 Min.)

Palindrome (1969, 22 Min.)

Nostalgia (1971, 36 Min.)

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Donnerstag 22.4. 19 Uhr

Teil 2: Joseph Cornell: Found Footage

Thimble Theater (ca. 1930-70, 6 Min.)

Children's Party (ca. 1938-68, 10 Min.)

Cotillion (ca. 1938-68, 9 Min.)

The Midnight Party (ca. 1938-68, 4 Min.)

Rose Hobart (1936, 19 Min.)

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Freitag 23.4. 19 Uhr

Teil3: Jean Eustache: Remake

Une Sale Histoire (1977, 50 Min.)